Trau Dich! So kannst Du Probleme ansprechen und hast die Chance gehört zu werden.
Eine sinnvolle Bitte kann sein: heute zuhören und erst morgen reagieren/antworten!
Das schafft die Möglichkeit das Gehörte zu bedenken, und nicht gleich den „Schutzwall“ aus Gegenangriff, Rechtfertigung,… hochzuziehen
1. Sprich aus deinem Erleben – nicht aus dem Vorwurf
Viele Gespräche scheitern, weil sie als Angriff erlebt werden. Auch wenn dein Schmerz berechtigt ist.
Statt:
„Du interessierst dich nie für mich.“
Besser:
„Ich fühle mich oft allein in unserer Beziehung und wünsche mir mehr Nähe zu dir.“
👉 Gefühle öffnen, Vorwürfe schließen.
2. Werde konkret und gegenwärtig
Diffuse Unzufriedenheit überfordert. Konkrete Beispiele sind greifbar. Hilfreich ist:
Beschreibe zuerst, was (objektiv) geschehen ist
Was genau fühlst Du?
Wie kommt das Gefühl zustande, was wäre Dir da wichtig?
Um was genau bittest Du Dein Gegenüber?
👉 Je klarer dein Bild, desto größer die Chance, dass dein Gegenüber es versteht.
3. Sprich früh – nicht erst, wenn du innerlich schon gegangen bist
Viele Partner:innen sprechen lange – aber nicht klar über die Konsequenzen.
Ein ehrlicher Satz kann sein:
„Ich merke, dass ich mich innerlich immer weiter entferne, und das macht mir Angst.“
👉 Das ist kein Ultimatum, sondern eine realistische Standortbestimmung.
4. Teile nicht nur den Schmerz, sondern auch den Wunsch
Der andere sollte nicht (nur) hören, was er „falsch macht“. Sag, wofür du kämpfst.
Zum Beispiel:
„Ich liebe dich, und genau deshalb spreche ich das an. Ich wünsche mir eine lebendige, verbundene Beziehung mit dir.“
👉 Das schafft Orientierung: Es geht nicht um Schuld, sondern um die Chance auf Verbindung.