Guter Sex – auch in guten Beziehungen

In der Partnerschaft geht es um Fairness, Werte, Gleichberechtigung.

In der Erotik dürfen einige kultivierte Errungenschaften für einen Moment über Bord geworfen werden: Es darf wild, unvernünftig, unästhetisch zugehen, es ist okay zu dominieren oder sich dominieren zu lassen.

Das Liebesspiel kann ein Ort und Augenblick sein, in der wir Seiten unserer Persönlichkeit leben, die sonst unter Verschluss bleiben. Schwach, willenlos, hörig, überwältigend, fordernd, ungestüm,… Wir wollen im Leben nicht so sein – das heißt es aber auch nicht! Es ist eine Kunst, in dieser ausgewählten Situation Kontrolle und Vernunft auszuschalten; sich gehen lassen, einfach geschehen lassen.

Wir können uns dies trauen, in dem Wissen, dass wir wieder auftauchen in das zivilisierte, emanzipierte, moderne Leben.

Vorwürfe konstruktiv nutzen

Wenn Du mich noch einmal ….. , war’s das! – oder doch nicht ?
Umgang mit Streit am konkreten Beispiel Pünktlichkeit

Es gibt Auswege aus diesen Beziehungssackgassen. Stress, Streit, Vorwürfe sind nicht schön, aber wenn wir den richtigen Filter vorschalten, können wir etwas über die andere Person erfahren!

Wenn es stressig miteinander wird und Vorwürfe gesagt oder gehört werden,
klären wir zunächst: was hat der Partner damit über sich gesagt ?
Und erst im zweiten Schritt: Was heißt das für mich?

Perspektive des Sprechenden

Offenbar ist diesem Partner Pünktlichkeit wichtig. Was ist der Hintergrund? Vielleicht ist das symbolisch für die Wichtigkeit, der Beziehung – könnte er vielleicht eigentlich sagen: „ich brauche die Sicherheit, dass dir nichts wichtiger ist als ich“?

Wie kann ich als angegriffener Partner über meine Vermutungen Gewissheit bekommen? Kann ich ihn fragen, was er erlebt, während er auf mich wartet?

Günstig ist, die Welt dieses Partners zu erforschen, ohne schon die eigene Person hineinzumischen mit Abwehr, Rechtfertigung, Wut oder Scham.

Perspektive des angegriffenen Partners

Immer stimmt nimmer, das ist schon mal klar. Und,… war ich unpünktlich, bin ich oft unpünktlich? Wie kommt es dazu? Was steht für mich dahinter? Was bedeutet es für mich?

Warum finde ich es okay, wenn der Partner warten muss? Was erwarte ich? Wie geht’s mir, wenn ich auf ihn warte? Mache ich feine Unterscheidungen, wann Warten in Ordnung ist und wann nicht? Welche Prioritäten habe ich eigentlich?

Kann ich meinem Partner mein Erleben, meine Welt erklären?

Können wir einen gemeinsamenWeg finden, mit unseren Unterschiedlichkeiten umzugehen ?

Oder suchen wir einen Weg, diese Unvereinbarkeit ohne andauernden Groll zu ertragen?

Beides kommt in lang andauernden Beziehungen vor. Beides ist okay.

Finden und vereinbaren Sie es.

Langeweile in der Beziehung

 

Manchmal kommen Paare, die erreicht haben, was sie sich gewünscht haben, die ein super Team und dennoch besorgt sind, weil Ihnen Erotik und Sexualität abhanden gekommen sind.

Verschiedenste Wege sind dann möglich.

Einer ist, sich und die Beziehung für andere Kontakte zu öffnen.

Es ist ohne Frage ein turbulentes Vorhaben und dennoch eine echte Möglichkeit, wenn beide Partner dazu stehen.

Wenn das Paar sich entschließt, die Beziehung für andere Erlebenswelten zu öffnen, ist es sinnvoll vorher die Regeln und Grenzen abzustimmen.

Wie viel Informationen von dir und außerhalb unserer Beziehung will ich wissen?

Was erachte ich als fair?

Gibt es ein Veto, ein Save-Wort?

Was ist fair den „Dritten“ gegenüber?

Was kommunizieren wir als Paar unserem Umfeld?

Was, wenn unsere Primär-Partnerschaft in Gefahr geraten sollte?

 

Ein Raum für ehrlichen Austausch kann von großem Nutzen und eine integrierende dritte Person hilfreich sein.

Wagnis „Offene Beziehung“

Ohne den Mut, die Küste aus den Augen zu verlieren, werden keine neuen Kontinente entdeckt.

André Gide

Raus aus der Streitfalle

Bei wie­der­keh­ren­den Streit­si­tua­tio­nen geht es darum, Affekte wahr­zu­neh­men und zu ver­ste­hen. Die von uns selbst und die vom Bezie­hungs­part­ner. Das bezeich­net die Fähig­keit des Men­ta­li­sie­rens.

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Bleiben oder gehen?

Oft ist das eine sehr schwie­rige Frage. Manch­mal liegt sie ewig in der Luft und wird nicht wirk­lich ent­schie­den. Das ist für alle Betei­lig­ten sehr anstren­gend.

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Wie Sie Ihre Beziehung zum Scheitern bringen

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Konflikte unterscheiden

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